Letztes Update: 28. May 2017

Grundlehrgang I & Methodikkurs

BZVS Grundkurs 1 – Wie jedes Jahr ein tolles Erlebnis

Am 16.07.2016 begann der Grundkurs 1 des BZVS. Der Kurs dauerte eine Woche lang und man lernte vieles, kein Wunder, denn der Tag war voll. Wie gewohnt begann jeder Tag mit einem ausgiebigen Frühstück ab 7:30 Uhr. Ein Teilnehmer hatte es immer auf die Frühstückseier abgesehen. Doch es gelang in der Woche, sowohl die Eier vor ihm zu schützen als auch ihn vor den gesundheitlichen Schäden übermäßigen Eierkonsums. Danach folgte das traditionelle „Aufwachen“ - ein Durchzählen, damit Lehrgangsleiter Thomas Kronenberger weiß, dass alle da sind, ein Spiel und wichtige Ansagen für den Tag gehörten dazu. Dann folgte jeder seinem persönlichen Tagesplan, der Technik, Einzelunterricht, Theorie, Rhythmus und Ensemble beinhaltete. Um 12:00 Uhr gab es Mittagessen. Danach folgte wieder  Ensemble, Theorie, Rhythmus und Einzelunterricht. Um 15:00 Uhr gab es Kaffee und Kuchen. Im Anschluss wieder Unterricht bis 17:15. Um diese Uhrzeit fing das Orchester an.

Es gab jeden Tag (außer Samstag) die Orchesterprobe. Nach der Probe um 18:30 Uhr folgte dann das Abendessen, das wir mittwochs durch einen Grillabend ersetzten. Um 19:15 Uhr gab es ein Vorspiel, in dem alle Teilnehmer und die Ensembles unter der Woche vorspielten. Nach dem Vorspiel hatten wir Freizeit. Einmal in der Woche gab es auch den traditionellen gemeinsamen Spieleabend. In diesem Jahr wurde „Der Kaiser schickt seine Minister“ gespielt. Ein sehr lustiges Spiel, in dem so mancher Kursteilnehmer sich als attraktive Teilnehmerin outete. Um 22:00 Uhr war dann Bettruhe, während der einige Handys den Besitzer für 24 Stunden wechselten. Der neue Besitzer hieß Thomas Kronenberger . So verlief ein Tag im BZVS Grundlehrgang 1.

Am Samstag, den 23.07.2016, fand dann das große Abschlusskonzert für die Eltern statt, die uns danach wieder mit nach Hause nehmen durften. Das klingt jetzt alles furchtbar brav – ganz so war es natürlich nicht. Ehrlich gesagt wurde in der Woche ziemlich viel gemordet. Jedes Mal, wenn Thomas ein neues Mörderspiel eröffnete, war der Jubel groß. In dem Spiel gibt es normalerweise einen Mörder, der andere, aber nur, wenn er sie alleine antrifft, ermorden kann. Die neuere Version hat zwei Mörder und eine „Futzi-Karte“. Wer die hat, der hat es wirklich gut. Wenn Futzi nämlich ermordet wird, muss der Mörder mit Futzi die Karten tauschen.

Abgesehen vom Morden waren wir eine sehr liebe Gruppe, was unsere lieben Dozenten nicht nur erstaunlich, sondern auch zunehmend langweilig fanden, weshalb sie uns in der vorletzten Nacht einen Streich spielten. Unsere Rache folgte natürlich in der nächsten Nacht und war fürchterlich . Futzi half uns auch dabei. Ein ganz großes Dankeschön gilt unseren Dozenten Thomas, Anne-Catherine, Gianna, Ivette, Madlen, Peter und Praktikantin Viktoria für die schöne Woche und auch den lieben Damen vom Haus, die uns bestens versorgt haben. Verhungern muss man in Ottweiler nicht!!!

Jan Kiefer (12)

Methodikkurs Juli 2016

In der Woche vom 16. bis 23. Juli 2016 fand parallel zum Grundlehrgang I in der LA Ottweiler der Methodikkurs für angehende Gitarren-, Mandolinen- und Kontrabasslehrer statt.
 
Die fünf Teilnehmer – im Alter von „noch in der Schule“ bis „kurz vor der Rente“ – wurden dabei von Dozentin Ivette Kiefer und Lehrgangsleiter Thomas Kronenberger unterrichtet.
 
In Methodik-Theorie erklärte Ivette die verschiedenen Merkmale guten Unterrichts: von der klaren Strukturierung der Stunde über ein lernförderliches Klima mit inhaltlicher Klarheit bis zur transparenten Leistungserwartung. Die Methodenvielfalt spielt dabei eine sehr wichtige Rolle, denn jede einseitige Methode führt zu einem einseitigen Ergebnis! Durch ihre langjährige Erfahrung als Klavierlehrerin konnte Ivette auch viele Anregungen geben, wie man beispielsweise die Motivation der Schüler aufrechterhalten kann. Denn deren individuelle Förderung ist von ausschlaggebender Bedeutung.
 
Um die sachliche Richtigkeit des Unterrichts zu gewährleisten, wurden die Grundlagen der Musik-Theorie nochmals aufgefrischt und vertieft: vom Notenlesen über Rhythmusdiktate zur Gehörbildung. Am Ende der Woche wurde das Erlernte in einem freiwilligen Test abgefragt, was alle Teilnehmer als Lernkontrolle auffassten und erfolgreich absolvierten.
 
Die erlernten Methoden konnten von den Teilnehmern in Unterrichtslehrproben praktisch umgesetzt und geübt werden. Neben den Methodik-Mitstreitern fanden sich auch im Grundlehrgang leicht freiwillige Probanden, die sich an Mandoline, Gitarre oder Kontrabass unterrichten ließen. Dabei standen die angehenden Instrumentallehrer unter den wachsamen Augen der restlichen Teilnehmer und Dozenten. Denn im Anschluss wurde Feedback gegeben, natürlich nach bestimmten Regeln: Der Geber äußert seine Kritik sachlich und bleibt dabei wertschätzend – das Gegenüber nimmt die Äußerungen ohne Rechtfertigung dankend an.
 
Auf die psychologischen Zusammenhänge ging Thomas ein: Vertrauensaufbau zwischen Schüler und Lehrer erreicht man schnell durch Gemeinsamkeiten und ehrliches Interesse am Gegenüber. Für die persönliche Weiterentwicklung wurde die SMART-Methode zur Erreichung individueller Ziele und das Gleichgewichtsmodell der Spitzenleistung vorgestellt.
 
Zusätzlich zur Methodik konnten die Teilnehmer vom Einzel- und Technikunterricht an ihrem jeweiligen Instrument bei den verschiedenen Dozenten des Grundlehrgangs profitieren. Dadurch wurde nicht nur die musikalische Leistung verbessert, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, die Schüler-Lehrer-Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
 
Es war eine anstrengende, aber sehr erfolgreiche Woche voller Erkenntnisse („Aha-Erlebnisse“), die für jeden zu empfehlen ist, der seine Liebe zur Musik und seine Fähigkeiten am Instrument kompetent weitergeben möchte.
Prisca Lauer
 
 
 
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Landesorchester