Letztes Update: 12. August 2017

Grundlehrgang I

Bericht

Ende letzten Jahres fragte mich Stefan Jenzer, der Musikleiter des BZVS, ob ich 2012 noch mal in der Landesakademie in Ottweiler als Gitarrendozentin im Grundlehrgang I teilnehmen möchte. Vom 27. Juni bis 03. Juli sollte es diesmal gehen.

Ich dachte sofort an das Dozententeam der letzten Jahre: allen voran der Leiter und die gute Seele des Kurses Thomas Kronenberger, der dann auch für die Methodik und Ausbildung der jungen Nachwuchslehrer verantwortlich zeichnet, Unterricht in Gitarre gibt und das Orchester dirigiert. So auch Ivette Kiefer, die neben Methodik auch Theorie unterrichtet; Barbara Deinsberger, zuständig für Theorie und Ensemble und Rhythmik; Isabell Himbert, die Mandolinenunterricht gibt und Ensemble führt und das neue Gesicht im Team Peter Knerner, auch Gitarrendozent. Einige habe ich länger nicht gesehen und freute mich sofort auf diese gemeinsamen Tage. Denn: ich habe zugesagt und war dabei.

20 Gitarren- und Mandolinenschüler im Alter von 10 bis 16 Jahren waren für den Grundlehrgang I angemeldet, 10 Teilnehmer im Alter von 16 Jarhen bis „älter“wollten sich in den methodischen und didaktischen Dingen des Unterrichtens weiterbilden. Ich bin immer wieder überrascht und erfreue mich daran, wie sich Kinder und Jugendliche im gemeinsamen Sinn zusammenfinden: der Musik.

Den ganzen Tag über ist jeder irgendwie in diesem Thema. Nach dem Frühstück gibt’s ein kurzes Zusammentreffen für alle, mit Hinweisen für den Tag und bereits die ersten rhythmischen Übungen. Im Einzelunterricht (jeder ½ Stunde pro Tag in seinem Instrument) werden die Schüler auf dem Niveau abgeholt, das sie mitbringen, und entsprechend weitergeführt. Im Theorieunterricht - in verschiedene Schwierigkeitsgrade eingeteilt – fängt man bei 5 Notenlinien an und wird in seinem Wissen um das Geheimnis der Noten mit Vorzeichen, Tonleitern, Intervallen, Akkorden bis hin zum vierstimmigen Liedsatz ausgebildet. Im Ensemble wird das Zusammenspiel gefördert: aufeinander hören, miteinander ein Stück so zum Klingen bringen, wie es sich der Komponist doch irgendwann mal gedacht hat, selbst den Einsatz geben und einen gemeinsamen Schluss finden... manchmal gar nicht so einfach...

Dafür hat Thomas Kronenberger im Orchester ein gutes Händchen. Am ersten Tag – ein neues Stück wird aufgelegt – meint man, das Chaos regiere hinter den Notenständern. Jedoch im Abschlusskonzert zeigt sich, dass das tägliche, intensive Arbeiten ein wunderbares Ergebnis, einen tollen Klang, hervorbringt, sehr zum Ohrenschmaus des Publikums. Ist die Woche vorbei, weiß man nicht, wo so schnell die Zeit hingegangen ist. Die Zeit vergeht im Flug, wenn man sich wohlfühlt. Dafür ist auch die Landesakademie selbst verantwortlich: sie sorgt gut für ihre Anvertrauten: schöne Zimmer, gute Bewirtung, jährlich extra für uns ein Grillfest und die freundlichen Bediensteten stehen dafür gerade. Auch die abendlichen Treffen, an denen nicht nur musiziert sondern auch andere Spiele für Jung und Alt auf dem Plan stehen, sind ein Garant für Spaß und Freude. Werde ich wieder gefragt, sage ich „JA!“


- Birgit Bernardi -


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