Letztes Update: 28. May 2017

Grundlehrgang I


Bericht

28. Juni 2008 pünktlich um 9.30h eröffnete der Kursleiter Thomas Kronenberger die beiden BZVS Sommerkurse „Grundkurs I“ und „Methodik für Gitarrenausbilder“ in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler.
 
Insgesamt waren 40 MusikerInnen angereist, Dominic lag leider im Krankenhaus und wir mussten bis Mittwoch auf seine Teilnahme warten. Das Dozententeam war schon am Abend zuvor angereist und hatte den Kurs vorbereitet, wobei „böse Zungen“ auch behaupteten, sie genossen noch einmal eine Nacht in Ruhe und ganz alleine vor dem Ansturm. In diesem Jahren waren das:
 
Thomas Kronenberger (Ensdorf), Kursleitung, Gitarren, Ensemble und Orchester
Birgit Bernardi (Saarlouis), Gitarre und Ensemble
Frank Brückner (Saarbrücken), Gitarre und Ensemble
Martina Hümbert (Friedrichweiler), Mandoline und Ensemble
Isabell Himbert (Friedrichweiler), Musiktheorie, Mandoline und Ensemble
Barbara Deinsberger (Kassel), Blockflöte und Ensemble
Ivette Kiefer (Illingen), Musiktheorie
 
Für den Methodikkurs:
Ivette Kiefer (Illingen), Methodik-Theorie und Praxis
Thomas Kronenberger (Ensdorf), Methodik-Praxis und Beziehungs- und Selbstmanagement
 
Der erste Tag war ja sehr locker. Alle bezogen ihre Zimmer, mache hatten wohl vor, Wochen zu bleiben, zumindest nach dem gemessen, was in die Zimmer geschleppt wurde. Und das erste Kennenlernen konnte los gehen. Schließlich gab es auch sehr viel zu erzählen, hatten sich die „Wiederholungstäter“ (Stammkursbesucher) doch schon ein Jahr nicht mehr gesehen. Jeden Abend wurden Spiele angeboten, wobei Tabu XXL der Renner war. Das Foyer sollte sich sehr schnell als Sammelpunkt zum chillen (Neudeutsch für abhängen oder wie Thomas es sagte: zum rumgammeln) etablieren. Hier traf man immer Leute an, die die Pausen mit dem Spiel Bao oder Gitarrenbegleitung und Gesang oder einfach nur zum treffen nutzten. Trotz Verbot brachte die Jüngste im Kurs (ihren Namen wollen wir nicht nennen, das wäre einfach nicht fair) ein Haustier mit. Nach der Entdeckung wurde dieses dann gleich im Kreiskrankenhaus in Ottweiler entfernt. Zecken sind nun wirklich nicht willkommen, Melanie.
 
Der Tagesablauf war extrem. Morgens standen die meisten gegen 7 Uhr auf (das verlagerte sich aber zunehmend nach hinten), danach Frühstück und um 8.30h „aufwachen“. Hier wollten die Dozenten alle „sehen“ und wir machten ein paar Spiele und Thomas berichtete von aktuellen Dingen, wie z.B. den Stand der in der Nacht zuvor verteilten gelben Karten (diese nahmen übrigens auch von Tag zu Tag zu). Dann begannen die Musiktheoriekurse bei der Isabell. Phu! Die Gehörbildung hatte es in sich. Die ersten beiden Tage mussten wir feststellen, wie schwer es war, einen Rhythmus überhaupt zu erkennen und dann auch noch zu notieren. Aber dank der guten Unterrichtsstunden haben alle die Prüfungen am Ende der beiden Kurse auch bestanden. Für die wenigen „Theorieüberflieger“ gestaltete Ivette die Theorie IV und hier war gleich zu erkennen, Ivette wusste als Lehrbeauftragte der Hochschule für Musik in Saarbrücken genau, wie sie uns fordern konnte. Hier konnten einige erleben, was auf sie zukommt, wenn sie ihr Musikstudium in Angriff nehmen.
 
Parallel wurde unterrichtet. Jeder Teilnehmer erhielt pro Tag 30 Min. Unterricht auf seinem Instrument, wobei einige 2 Instrumente belegt hatten. Dass man sooooo viel innerhalb einer Woche lernen und verbessern kann, das war den meisten nicht klar. Nachmittags wurden Ensembles zusammengestellt und hier ganz neue Formationen gebildet. Fagott, Querflöten, Klaviere und Schlagzeug gesellten sich zu den Zupfinstrumenten und es klang super gut. Dann um 17.15h das Orchester. Thomas hatte einen neuen Dirigierstab dabei, der alte Stab stecke ja noch zur Hälfte „in einer Mandola“ die wohl nicht so ganz richtig gespielt haben muss in einem der letzten Kurse. Alle spielten mit und wir hatten ein richtig super gut klingendes Orchester mit eigener Rhythumsgruppe. Still sitzen und zuhören, spielen, wenn der Dirigent es wollte und auch genauso wie er es sich vorgestellt hat ist sau schwer. Aber es war immer wieder witzig und hat sehr viel spaß gemacht. Nach dem Abendessen dann das Vorspiel. Alle „durften“ sich mit ihrem Instrument präsentieren und es waren gute Werke dabei und alle gaben ihr Bestes. Nun war endlich frei! Fussball, Volleyball, Gesellschaftsspiele und chillen war angesagt. 22 Uhr, eine böse Zeit, die Nachtruhe. In diesem Jahr wurde echt gut kontrolliert und die Dozenten verteilt beim erwischen von Handy telefonieren, Instrument spielen, Musik laut hören, Laptop oder Gameboy an, treffen unerlaubterweise in anderen Zimmern oder auch das Treffen in S1 mit Versteck unter den Stühlen (sehr originell, sagte Thomas mehr gelangweilt) massenweise Verwarnungen und gelbe Karten. Da kam einiges zusammen und wir dachten oft daran, was zuvor gesagt wurde: bei 2 gelben Karten wird dies fürs nächste Jahr vermerkt, bei 3 gelben Karte dürft ihr vorzeitig abreisen. Naja, ein paar schrammten wohl gerade noch so vorbei, aber auch hier, keine Namen. Wäre auch echt doof, wenn die Eltern von Kevin, Steven, Jonas oder Tilmann dies erfahren würden. J
 
Das Endspiel der EM. Grosse Vorbereitungen warfen ihre Schatten voraus und es sollte sehr schattig werden L. Es wurden die Gesichter mit der Deutschlandflagge angemalt, Fussball Trikots angezogen und sogar Fahnen ins Bistro geschleppt, so dass eigentlich nichts hätte schief gehen dürfen. Und es kam anders. Alle saßen im Fußballkino und eine große Leinwand und ein Beamer sorgten für eine super Stimmung. Wo waren die Snacks? Und Thomas brachte die belegten Platten rein. Ach! Obst? Keine Chips? Und siehe da, frisches Obst ist echt lecker an einem Fernsehabend und die Chips waren schnell vergessen.
Wir sind Vizeeuropameister! Und sehr froh, dass unser bester Hausmeister aller Zeit das Spiel überlebt hat. Oft haben wir gezittert, dass Rudolf während des Spieles einen Herzinfakt bekommt. Was haben die auch schlecht gespielt und was hat sich der Rudi da aufgeregt. Und es ging, Gott sei dank, auch gut aus, zumindest mit Rudolf J
 
Freitagabend wurden wir dann von den Dozenten 2 mal überrascht. Nach dem offiziellen Vorspiel spielten sie für uns „Theater“. „Der sooo schöne Prinz Frank“ mit den „hässlichen Schwestern“ Isabell und Martina, die immer wieder das „Aschenputtel“ Ivette ärgerten, so dass „die gute Fee“ Thomas ab und an dazwischen gehen musste, naja, sagen wir gelangweilt dazwischen ging. Für Barbara gab es keine Rolle, da hat sie sich immer mit eigenen Texten dazwischen gemogelt und Birgit hat sie dann als „Erzählerin“ zurecht gewiesen. Sehr gelungen und nachts waren sie auch wieder unterwegs und die ersten, die morgens zur Toilette wollten, mussten ihr Bad zuerst einmal von reingestellten Stühlen befreien.
 
Und wie immer war die Woche viiiiiiiieeeeelll zu kurz. Schade, mit einem tollen Abschlusskonzert am Samstag ging alles zu Ende. Traurig, Ja. Aber doch froh, nun die weiteren Ferien zu haben und das Versprechen: „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!“
 
Danke an die Dozenten, ein tolles Musikcamp!

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