Letztes Update: 12. August 2017

Dirigentenlehrgang

Bericht
Dirigentenlehrgang in Urexweiler
Am Wochenende vom 21.05.05 bis 22.05.05 fand in Urexweiler ein Dirigentenlehrgang statt. Eine bunt gemischte Gruppe - vom blutigen Anfänger bis zum Fortgeschrittenen - war alles dabei. Reiner Stutz, unsere Dozent, hatte deshalb auch alle Hände voll zu tun, die unterschiedlichen Leistungsstände der 8 Teilnehmer unter einen Hut zu bekommen (Lösung: Die Gruppe wurde manchmal geteilt, sodass entweder die Anfänger oder die Fortgeschrittenen intensiver üben konnten. Die jeweils andere Gruppe übte dann in einem Nebenraum Schlagtechniken o. ä.)

Mit einer kurzen Kennenlernrunde ließen wir den Samstagmorgen beginnen, der theoretische Teil des Seminars folgte sogleich. "Was ist ein Dirigent?" und "Welche Aufgaben hat dieser/diese zu bewerkstelligen?", waren die ersten Fragen, die R. Stutz in die Runde warf. Es erstaunte uns sehr, wie viele unterschiedliche Aufgaben so ein Dirigent zu erledigen hat. Nicht nur das "Hin- und Hergefuchtele" vor dem Orchester, wie ein paar von uns vielleicht gedacht hatten. Dieses Gefuchtele stellte sich allerdings als gar nicht so leicht dar. Richtige Taktart mit dazugehörigen Handbewegungen, richtiger Rhythmus(d .h u. a. nicht den Rhythmus des Orchesters übernehmen, sondern selbst den Stab in der Hand behalten), richtige Dynamikanzeige der linken Hand und natürlich richtige Einsätze geben. *puhh* echt keine leichte Sache!! Unsere erste Aufgabe war nun das Einsatzgeben vom Platz aus, d. h. die anderen Mitspieler durch rechtzeitiges Luftholen und dezentes Zunicken zum gleichzeitigen Spielen zu bewegen (alle Teilnehmer - außer einem Hornspieler - spielten nämlich die kleinen Stücke mithilfe von Mandoline bzw. Gitarre mit.) Als dies soweit geschafft war, durften wir endlich ran an den(Dirigier)-Stab. Jeder durfte nun nacheinander vor das "Orchester" treten und die durch ein paar vorhergehenden Trockenübungen geübten Dirigierbewegungen zuerst mit einer Hand, später mit zwei Händen und dazugehöriger Dynamik (wie größere Bewegungen und öffnen der linken Hand für das Fortespielen u. ä.) ausprobieren. Gott sei dank waren alle Teilnehmer super nett und bemüht, sodass es auch nach anfänglicher Ängstlichkeit mancher Teilnehmer zum Schluss jedem gelang, sich vor der Gruppe zu präsentieren. Diese Anstrengungen und Überwindungen wurden dann auch mit einem super leckeren Mittagessen und Kuchen, die der Mandolinenverein Urexweiler uns kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, belohnt (sogar an die Vegetarier und Milchallergiker wurde zu unserem Glück gedacht). Vielen Dank dafür!!!

Ich fand den Kurs wirklich super und nach den allgemeinen Reaktionen zu urteilen, hat es auch den restlichen Teilnehmern sehr gut gefallen. Wir haben wirklich viel gelernt. Die Anfänger bekamen einen großen Einblick in das Dirigieren und konnten die kleinen Stücke sogar schon alleine durchdirigieren. Diejenigen, die schon anderweitig mit dem Dirigieren in Berührung gekommen waren (z. B. eigenes Orchester oder Aufbaulehrgangerfahrungen) wurden in ihrer Bewegung gefestigt und verbessert. Die Fortgeschrittenen konnten auch noch mal unter Begutachtung eines exzellenten Dirigenten neue Tipps und Tricks zur Verbesserung sammeln. Ein wirklich großer Erfolg! Und dies alles in nur 2 Tagen!! Echt empfehlenswert!!!

Kristina Florsch


Inhalte
Kooperation
Landesorchester