Letztes Update: 28. May 2017

Berichte und Bilder 2000

Grundkurs I

Bericht

vom 23.6.00-01.07.00 in der Landesakademie für musisch- kulturelle Bildung Ottweiler

Dozenten:
Thomas Kronenberger- Leitung, Gitarre, Orchesterleitung, Phantasiereisen
Barbara Deinsberger - Blockflöte, Theorie (a und I)
Ulrike Spengler - Klavier, Theorie (II)
Birgit Bernadi - Gitarre
Thomas Kaiser - Gitarre, Gehörbildung
Björn Bersal - Mandoline

Mit insgesamt 70 Anmeldungen gab es in diesem Jahr wieder einen neuen Teilnehmerrekord. Wegen der im letzten Jahr schon so hohen Teilnehmerzahl beschloss man, den Grundkurs auf zwei Kurse - 45 und 25 Teilnehmer- zu verteilen. Wir beide besuchten den Grundkurs 1, in dem, im Gegensatz zum Grundkurs 2 zusätzlich zu Mandoline und Gitarre auch Blockflöte und Klavier angeboten wurden. Nach dem Frühstück fand wie jeden Morgen unser allseits beliebtes Aufwachen statt, bei dem wir neben kleinen Spielen zur Aufmunterung einige Regieanweisungen von unserm Meister, Thomas Kronenberger, mit auf den Weg bekamen. Ab 9.00h begannen die Unterrichte, unter anderem auch die "gefürchteten"Theoriestunden. Morgens und Mittags war Meditation. Mit Phantasiereisen und der passenden Musik dazu konnten jene schlafen die nachts nicht zur Ruhe kamen bzw. durch nächtlichen Besuch vom Schlafen abgehalten wurden. Punkt 12h gab es Mittagessen, das echt klasse war (bis auf wenige Ausnahmen!)Danach fanden wieder die Einzelunterrichte bzw. Ensembles statt. Pünktlich um 17.15h war Orchester angesagt, (was bei Einigen zu Stress führte). Nach dieser täglichen, harten Probe gab es das oft sehr verdiente Abendessen. Jeder Teilnehmer musste mindestens einmal während dieser Woche abends etwas vorspielen. Dort konnten wir entweder alleine, zusammen mit Dozenten oder mit mehreren in einer Gruppe zeigen, was wir in den vergangenen Tagen gelernt hatten. Danach wurde bei gutem Wetter noch Federball oder Fußball gespielt. Vorgezogen wurde jedoch meistens ein Gemeinschaftsspiel. Dieses Vergnügen wurde leider um 22.00 Uhr durch die Nachtruhe beendet. Montags war der Elternbesuchstag. Da konnten wir uns nach einem kleinen Vorspiel von Mama, Papa, oder anderen (ungebetenen) Gästen in die Pizzeria oder ins Eiscafe ausführen lassen ( um den eigenen Geldbeutel zu schonen). Ein weiteres Event war der Spieletag, zum Glück ohne Regen. An diesem Tag fiel der Unterricht aus und wir verbrachten unsere Zeit beim Konkurrenzkampf bei Badminton, Tischtennis und Schach. Donnerstags wurde abends gegrillt. Unser Meister braute wieder seinen Zaubertrank, auch als Kinderbowle bekannt. Dann wurde zuerst gegessen, ein Lob an unseren Chefkoch Rudi, der das ( lästige?) Würstchengrillen dazu nutzte sich das Fußballspiel Holland-Italien anzuschauen. Dazu stellte er den Fernseher in ein Fenster . Als das Spiel sich dem Ende näherte begann der gesamte Kurs eine vermeintlich nackte Wand anzustarren, zu beschimpfen oder vor ihr Laolawellen zu veranstalten. Dann trällerten wir noch ein paar Liedchen in schiss-moll am Lagerfeuer und gingen gegen 23.30 Uhr zu Bett. Tags drauf fuhren Nicolas Jager und Michael Daub mit unserem Meister zum SR um dort live über den Grundkurs zu berichten. Zu diesem Anlass kramten die Leutchen vom Radio ein Stück hervor das Björn Bersal am Preisträgerkonzert von Jugend Musiziert gespielt hatte heraus. Auch unserer großen Ulrike verpassten sie einen gehörigen Schreck mit einem Stück aus der Anfangszeit ihrer großen Gesangskarriere. Nur Björn konnte sein Stückchen leider nicht hören, weil er gerade mit der Klinik in Homburg telefonierte. Denn eine von uns hatte sich unglücklicherweise den Fuß verstaucht. Nun fragt Ihr euch wohl, ob wir den gesamten Kurs nur fleißig gelernt hätten? Doch da gab es noch ganz andere Geschichten: Da der Deutsche den Regen schon so gewöhnt ist mussten wir an trockenen Tagen mit Wasserschlachten Abhilfe schaffen. Dazu wurden die leeren Bonaqua-Flaschen zweier Teilnehmer missbraucht und mit Wasser aufgefüllt. Manch einer hatte sogar das Pech einen ganzen Eimer des kühlen Nass übergeschüttet zu bekommen. Willkommen war die Erfrischung bei allen außer bei unserem lieben Hausmeister. Dieser war nicht bereit die völlig durchnässten Krieger in sein sauberes, trockenes Reich zu lassen. Deshalb mussten sich einige von ihnen im Garten umziehen. Aber auch die Dozenten blieben nicht verschont. So musste sich unser lieber Thomas Kaiser seiner Jeans entledigen, weil er Angeblich nur eine dabei hatte, und in Unterhosen vor dem Feind flüchten. Doch nicht nur Tagsüber waren wir sehr aktiv, sondern manche von uns führten auch ein ausgeprägtes Nachtleben. So war ein nächtlicher Besuch eines heimlichen Verehrers nicht sehr verwunderlich. Diese Aktivität führte dazu, dass unser Meister nachts auf dem Boden mit dem Gesicht zur offenen Tür schlief, um auf die beiden Herren im Zimmer gegenüber aufzupassen. Er behauptete jedoch, dass das Bett quietschen würde. Mit etwas Lampenfieber sahen einige den Theorietests am Samstag entgegen. Wider alle Erwartungen verließen alle die Höhle der Löwinnen Ulrike und Barbara lebend. Doch das Lampenfieber nahm damit kein Ende, denn das Abschlusskonzert stand ja vor der Tür. Es wurde aber trotz dieser Anspannung ein voller Erfolg. Nun war diese tolle Woche leider zu Ende und es hieß Abschied nehmen.
Danke an unseren Meister und das ganze Dozententeam 2000!

Martina Hümbert (14) und Valérie Kuhn (13)


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