Letztes Update: 12. August 2017

im Jahr 2006

SZO Ehemalige Matinee 2006

Pressebericht

Probenphase des SZO zusammen mit den ehemaligen Spielern des SZO
Am letzten April-Wochenende 2006 trafen sich in der saarländischen Landesakademie in Ottweiler die heutigen und ehemaligen Spieler des Saarländischen Zupforchesters. So bekannte Musiker wie Sylvia und Takashi Ochi, Marcel Wengler, Karin und Bernhard Fromkorth, Günther Siegwart, Edwin Mertes, Tadashi Sasaki und viele viele andere, die unter der Ägide von Siegfried Behrend und Marcel Wengler gemeinsam im Saarländischen Zupforchester musizierten, folgten begeistert der Einladung, zusammen mit den heutigen Spielern ein gemeinsames Probenwochenende mit anschließendem Konzert zu gestalten.
Nach der Anreise am Freitag abend wurden erst einmal Erfahrungen und alte Erinnerungen ausgetauscht. Samstags probten die beiden Orchester zuerst getrennt ihre unterschiedlichen Programme und fanden sich dann abends zu einer denkwürdigen gemeinsamen Probe unter Leitung von Marcel Wengler zusammen. Es war ein erhebendes Gefühl, mehr als 50 Spieler aus verschiedenen Generationen und Altersstufen (von 17 bis 70) zusammen in einer Probe zu erleben. Anschließend wurden im gemütlichen Teil alte Bilder gezeigt und auch für die jungen Spieler waren die Anekdoten und Erlebnisse der älteren Generation ein Erlebnis.
Sonntags morgens startete nach einer kurzen Generalprobe um 11 Uhr die gemeinsame Matinee. Das "ehemaligen-SZO" unter der Leitung von Bernhard Fromkorth begann mit je einem Werk von Hans Schmitt und J.F. Edelmann (Cembalo-Konzert mit Günther Siegwart am Cembalo), danach übernahm Marcel Wengler den Dirigierstab und leitete Brauns Suite Nr.1, sein eigenes Werk "Maikäfer flieg" und die Uraufführung eines neuen Werkes von Edwin Mertes - Cinco Florinhas. Erstaunlich, auf welch professionellem Niveau nach nur einem Probentag musiziert wurde!
Das Heutige SZO unter der Leitung von Reiner Stutz bestritt den zweiten Teil mit Novemberfest von Yasuo Kuwahara und dem Mandolinenkonzert von Raffaele Calace. Das Orchester und die Solistin Tatjana Ossipova, die dieses Werk auch für Zupforchester bearbeitet hat, waren bestens auf einander eingespielt und die Solistin begeisterte die Zuhörer mit ihrer Virtuosität.
Mit einem kleinen Umtrunk endete die Matinee und anschließend sollte die Verabschiedung und Abreise sein, die sich jedoch sehr in die Länge zog, da sich alle immer noch viel zu erzählen hatten!


Bildergalerie



Eurofestival der Zupfmusik 2006

Berichte

Eurofestival in Bamberg Mai 2006
Dieses Jahr fand wieder ein Eurofestival des BDZ statt und natürlich haben sich auch drei saarländische Orchester auf den Weg nach Bamberg gemacht, um viele neue Eindrücke zu sammeln und unseren Verband zwischen vielen anderen Orchestern zu vertreten. Neben dem SZO und dem SJZO war auch der Gitarrenchor Bous dabei. Wir waren also nicht nur Zuhörer sondern hatten auch selbst die Chance vor einem großen Publikum unser Können unter Beweis zu stellen.
Während unseres Aufenthaltes in Bamberg und des Besuchs vieler schöner interessanter Konzerte und Workshops wurde wieder klar, was man in Alltagstrott aus Konzerten und Proben leicht vergisst: die unglaubliche Kraft der Musik die Fantasie der Zuhörer zu beflügeln und jeden einzelnen auf eine wunderbare Reise zu schicken. Man reist von einem Kontinent zum anderen ohne Jetlag und Platzkämpfe in der Touristenklasse und alles ganz umsonst. Selbst die Zeit ist kein Hindernis; im Gegensatz zu allen Wissenschaftlern beherrschen Musiker das Reisen durch die Zeit schon seit Jahrhunderten, ohne dazu irgendwelche armen Teilchen in riesigen unterirdischen Tunnel nahe an die Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Man braucht nur ein bisschen Mut, um im Konzert einfach die Augen zu schließen und sich forttragen zu lassen. Mindestens genauso spannend ist es, wenn man als Spieler auf der Bühne sitzt und das Publikum mitnimmt, um ihm die Orte, die man in monatelangem Proben in allen Details gezeichnet hat, zu zeigen.
Aber natürlich waren wir nicht nur Reiseführer sondern auch Reisende. Japanische und chinesische Musiker haben uns nach Asien mitgenommen, wo wir Festen und Naturschauspielen beigewohnt haben. Bei der Musik italienischer Orchester haben wir zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Venedig in einem Cafe gesessen, und beim Klang der Zupforchester Essen und Kirchhellen am Broadway Musicals gehört. Freitags abends konnten wir dank einem indischen Musiker dabei sein, wie George Harrison mit seinen Bandkollegen für "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band" inspiriert wurde, um danach weiter nach Japan zu reisen, wo uns das Ensemble Philmusica seine Heimat mit den Augen Yasuo Kuwaharas sehen ließ. Samstags abends entführte uns dann Dieter Kreidler mit seinem nordrhein- westfälisches Zupforchester in die Vergangenheit zu einem "Mitsommernachtstraum" mit überragenden Solisten, die ihre Zuhörer ganz in der damaligen Zeit versinken ließen. Unsere Reise führte uns auch nach Schottland, Don Steinberg nahm uns in einen Jazzclub in Chicago mit und das Trio Delicado führte uns durch Italien und Lateinamerika, wo uns Astor Piazzolla mit einem seiner Tangos verzauberte.
So könnte ich unendlich fortfahren, und jeder Spieler wird Ihnen von einer anderen erlebnisreichen Reise erzählen, aber sie werden alle von der Musik schwärmen und sich daran erinnern, warum wir uns ihr alle mit viel Engagement widmen.

Ein Bericht von Martina Hümbert


Das SJZO beim "Eurofestival der Zupfmusik" in Bamberg
Am Donnerstag dem 25.05.06 brach in zwei Bussen ein Großteil der Musiker dieser drei Vereine zu der mehrere Stunden langen Fahrt von Saarlouis über Saarbücken (wo einige Musiker noch zustiegen) nach Bamberg auf. Schließlich kamen wir nach ein paar kleineren Pausen um ca. 14.15 Uhr in Hallstadt, einem kleinen Nachbarort von Bamberg, an und ließen uns in dem dortigen Hotel "Country Inn" nieder. Nach einem kurzen nachgezogenem Mittagessen und dem Bezug der Zimmer haben wir uns alle zu einer Probe von 17.30 Uhr - 18.30 Uhr zusammengefunden. Danach fuhren wir dann mit einem Bus zur Konzerthalle in Bamberg, wo wir uns u. a. das Konzert des SZO anhörten. Anschließend war es uns freigestellt ob wir uns die Stadt Bamberg bei Nacht ansehen wollten (z. B. um etw. essen zu gehen) oder ob wir weiteren Konzerten beiwohnen wollten, wie z. B. dem Konzert des Orchestra "Plettro di Tokyo" oder des Quartetto MaGiCo.
Dieses Jahr fand in Deutschland, genauer gesagt in Bamberg, das "Eurofestival der Zupfmusik" statt. An diesem Festival nahmen über tausend Musiker aus aller Welt teil. Darunter befanden sich dieses Jahr auch das Saarländische Zupforchester, das Saarländische Jugendzupforchester sowie der Gitarrenchor Bous.
Am nächsten Tag war unser Konzert an der Reihe. Aufgrund des Zeitmangels, den ein solch großes Ereignis mit sich zieht, hatten wir nur sieben Minuten Zeit für eine Stellprobe und für ein sehr kurzes Anspielen der Stücke im Konzertsaal. Schließlich war, wenn auch mit etwas Verspätung, der Zeitpunkt des Auftrittes gekommen und wir betraten mit ungefähr 50 Spielern die Bühne (50 Spieler, weil diejenigen, die vor ein paar Monaten vom SJZO ins SZO gewechselt waren auch noch mitspielten). Der rissen Saal war bis zur Hälfte gefüllt und das Publikum jubelte nach "Outward of Forest" von Kuwahara und nach "Celidh" von Elke Tober-Vogt lauthals. Am Abend dieses Tages fand noch ein Empfang statt, auf dem den Vertretern der verschieden Orchester, die an dem Festival teilgenommen hatten, eine Urkunde über ihre Teilnahme am Festival überreicht wurde.
Am Samstag besuchten wir noch einige Konzerte, wobei es aber jedem selbst überlassen wurde, in welches Konzert er/sie geht oder ob er/sie lieber in die Stadt gehen will (natürlich in 3er Gruppen, worauf wir mehrmals aufmerksam gemacht wurden). An diesem Abend gab es zum Abschluss ein großes Festessen mit einem großem Büffet und mehr als 30 Spanferkeln.
Der darauf folgende Tag, war leider schon der Tag der Abreise. Wenn nicht schon getan, räumte man jetzt seine Sachen wieder in den Koffer und machte sich für die Abreise bereit. Nach einem Gruppenfoto und einigen kurzen Ansprachen, war es auch schon so weit. Um 10.00 Uhr fuhren die beiden Busse ab und um 16.30 Uhr war die Endstation der Reise in Saarlouis erreicht.
Ich denke, dass niemand in seinen Erwartungen an diese Tour enttäuscht wurde und jeder mit vielen neuen Eindrücken über die Musik nach Hause gegangen ist. Diese Reise ist meiner Meinung nach ein großer Erfolg geworden.

Ein Bericht von Tobias Dahmen


Gitarrenchor Bous e.V. beim Eurofestival der Zupfmusik in Bamberg 2006
"Fahren wir nach Bamberg?"? Das war hier die Frage. "Dürfen wir denn dort teilnehmen? Packen wir das denn? Sind die Ansprüche dort nicht zu hoch? Unter Landes- und Auswahlorchestern auftreten?" ? Das alles waren Überlegungen, die wir uns ein dreiviertel Jahr vor Bamberg machten. Aber: nachdem wir das Auftritts-Programm ausgewählt und die Anmeldung an den BDZ geschickt hatten - und diesem die Auswahl wohl gefiel - fing es erst richtig an. Normalerweise ist Birgit Bernardi unsere musikalische Leiterin. Hier aber war Schützenhilfe angesagt. Unser musikalisches Allround-Genie Peter Weber arrangierte die Stücke für uns passend und setzte gekonnt Rhythmusinstrumente ein, sowie eine Querflötenstimme. Die Probe wurden wöchentlich angesetzt, auf 2 Stunden verlängert, sogar auf samstags erweitert. Ein großes Dankeschön sagen wir hier Peter Weber, der hart aber herzlich, mit viel Elan, Geschick und musikalischem Einfühlungsvermögen aus 16 Spielern einen homogenen Orchesterkörper formte. Seine aufmunterndsten Worte lauteten immer und immer wieder: "Da war schon viel Schönes drin? Das packen wir schon? Bitte noch einmal?" Somit fuhren wir Ende Mai gemeinsam mit dem SZO und dem SJZO für 4 Tage nach Bamberg. Sehr gut vorbereitet, aber doch sehr aufgeregt. In Bamberg präsentierte sich ein Musik-Festival der Superlative. Aus allen Kontinenten waren Künstler angereist, die mit allen möglichen bekannten und unbekannten Zupfinstrumenten ihr Können darboten. Parallel in 2 großen Konzertsäälen der Konzerthalle Bamberg gaben die Künstler ihr Bestes. Bei solch einem Angebot war es schwer, sich zu entscheiden, wann man sich welches Konzert ansehen wollte. Der Gitarrenchor Bous war am Freitag Morgen in die Jugend-Mattinee eingeteilt. Im schönen Hegel-Saal mit wunderbarer Akustik begann unser Auftritt mit "Beat of Santa Rosa" von Klaus Schindler, gefolgt von "Cavatina" von Stanley Myers, "Some Bar in Bahia" von Eddie Nünning und endete mit "Brasil" von Ary Barroso mit einem Saxophon-Solo von Birgit Bernardi. Vielen Dank sagen wir hier unserer Rhythmusgruppe Martina Hümbert, Isabelle Himbert und Nicolas Jager, sowie unserer Querflötistin Evelyn Rath. Sie haben uns sehr unterstützt und unser Spiel stark bereichert. Unser Auftritt wurde ein großer Erfolg und wir fanden positiven Anklang beim Publikum. Mit Erleichterung, dass alles so gut geklappt hat, und auch ein bisschen mit Stolz ließen wir das Lob gerne über uns ergehen. Mehrere Orchester wollten uns sogar zu sich einladen, um mit uns gemeinsam zu musizieren. Nach dem gelungenen Auftritt war es ein Leichtes, die restlichen Konzerttage so richtig zu genießen. Aber auch die Noten- und Instrumentenausstellungen wurden tatkräftig besucht. Schließlich könnte man doch immer noch ein schöneres und besser-klingendes Instrument finden? Abends im Hotel in Hallstatt ließen wir die gewonnenen Eindrücke der interessanten Tage Revue passieren. Nach 4 wunderbaren Tagen ging´s nach Hause. Also: eine super-schöne-gelungene Reise. In 4 Jahren wieder? Gerne!

Ein Bericht von Brigit Bernadi
Inhalte
Kooperation
Landesorchester